Vom Kanonischen Zinsverbot zur Betriebswirtschaftslehre globaler Macht

Der Kampf um die Vorherrschaft zwischen Raffen und Schaffen

In der Weisheit des Sprichwortes regiert Geld die Welt. Wie aber kommt man zu Geld ? Indem man etwas Neuartiges unternimmt, indem man anderen Geld zur Verfügung stellt, indem man anderen ihr Geld wegnimmt oder indem man für einen arbeitet, der sich in einer der aufgeführten Möglichkeiten der Geldbeschaffung betätigt.

Will man verstehen, wie Geld die Welt regiert, genügt es zu verstehen, was die Protagonisten des Geldverdienens Unternehmen, Banken, Staat und organisiertes Verbrechen sowie deren abhängig Beschäftigte umtreibt.

Der Unternehmer startet mit einer neuen Idee, mit der er die Welt profitabel zu beglücken hofft. Für deren Umsetzung benötigt er Kapital, mit dem er die für die Umsetzung der Idee benötigten Mittel bezahlen kann : sein eigenes, das Eigenkapital, das meist nicht reicht, und daher durch fremdes, das Fremdkapital, ergänzt werden muß. Für eine belastbar profitable Idee stellen ihm überlicherweise Banken oder andere institutionelle Geldgeber das benötigte Fremdkapital gegen eine fixe Zinszahlungsverpflichtung zur Verfügung.

Der Unternehmer investiert das Kapital mit Anlagen, Vorräten und Mitarbeitern in den vorzufinanzierenden Umsatz, aus dessen Erlös er seine finanziellen Verpflichtungen an Geldgeber, Lieferanten, Mitarbeiter sowie legale und illegale Geldabschöpfer abträgt, in der Hoffnung, einen akzeptablen Rest als seinen Gewinn übrig zu behalten. Der erzielte Gewinn ist das einzige Geld aus dem Unternehmensumsatz, über das der Unternehmer frei verfügen kann, entweder als Ausschüttung oder als Aufstockung seines Eigenkapitals. Die Höhe des Gewinnes hängt zum einen über den Preis von der Attraktivität und Einmaligkeit seines Marktangebotes im Vergleich zur Konkurrenz ab, zum anderen von der Kostenentwicklung seiner Einsatzfaktoren Kapital, Anlagen, Mitarbeiter sowie benötigte legale und illegale Infrastrukturen auf staatlicher oder noch nicht legal organisierter Seite.

Die Geldgeber des Unternehmers verdienen an dessen profitabler Weltbeglückung zunächst durch die Verzinsung des Fremdkapitals, zum anderen am Fremdkapital der Zulieferer des Unternehmens, schließlich an den billig eingekauften Spareinlagen seiner Beschäftigten und nicht zuletzt an den Finazierungsaufgaben im Bereich staatlicher und nicht staatlicher Infrastrukturen, in deren Umfeld und Rahmenbedingungen das Unternehmen sich entfalten muß.

Sollten Unternehmen ihre Weltbeglückung allzu erfolgreich in sprudelnde Gewinne verwandeln, könnte es für die Geldgeber problematisch werden. Hohe, in Unternehmerhand verbleibende Liquidität führt zu frühzeitiger Tilgung von Krediten mit entsprechenden Einbußen bei den Zinseinnahmen, ermöglicht profitables Unternehmenswachstum ohne wesentliche Beteiligung der Banken oder läßt erfolgreiche Unternehmer gar mit überschießender Liquidität zu einflußreichen Großanlegern in den Banken werden.

Banken, die sich derartigem Einfluß entziehen wollen, müssen zur Wahrung der eigenen Machtvollkommenheit ein Interesse daran haben, die Gewinne der Unternehmen nicht in den Himmel wachsen zu lassen. Hierbei bieten sich ihnen diverse Hebel an, auf die Betriebswirtschaft der Unternehmen einzuwirken : Man kann sie an der Preisfront attackieren, indem man mit entsprechender gesellschaftlicher Lobbyarbeit Gewinn fördernde Oligopol- oder Monopolbildung durch gesetzliche Förderung von Konkurrenz verhindert und dafür im linken politischen Spektrum offene Türen einrennt. Am Aufbau der erforderlichen Konkurrenz und der benötigten staatlichen Kontrollinstanzen können die Banken dann noch zusätzlich verdienen.

Ihre indirekten Möglichkeiten zur Einflußnahme erstrecken sich aber auch auf die Kostenseite in der Gewinn- und Verlustrechnung der Unternehmen :

Stärkt man über geschickte Lobby im linken politischen Spektrum die Gewerkschaften, so schmelzen Unternehmensgewinne über erhöhte Löhne und Gehälter ab. Der Vorteil der Banken : größere Kontrolle der Unternehmen als Folge von deren geschwächter Eigenkapitalbasis sowie billigere Geldbeschaffung aus wachsenden Sparreserven der abhängig Beschäftigten mit dem Effekt einer verbesserten Zinsspanne bei den Banken.

Die Förderung ausufernder Bürokratie zur Überwachung von Unternehmertätigkeit hat für Banken den positiven Effekt, die Gewinne der Unternehmen sowohl durch erzwungene interne Verwaltungsstrukturen sowie durch eine die ausufernde staatliche Bürokratie finanzierende Erhöhung der Steuer- und Abgabenlast zu schmälern. Auch hierbei kann sich die Banken Lobby offener linker politischer Ohren sicher sein.

Droht das System der indirekten Regulierung der Unternehmensgewinne im gegebenen Wirtschaftsraum zu kollabieren, ist man behilflich, durch freiwilligen oder erzwungenen Abbau von Handelshemmnissen zwischenstaatliche Grenzziehungen in Sinne von Freihandelszonen zu überwinden und damit den Stärksten unter den Geschwächten Rationalisierungseffekte und neue Marktzugänge zur temporären Stabilisierung ihrer Gewinne zu ermöglichen. Die nun erforderlichen Umstrukturierungsmaßnahmen und Konzentrationsprozesse sind reiche Betätigungsfelder für Banken bis hin zur profitablen Gestaltung überregional gesteuerter Kapitalsammelbecken zur börsenfinanzierten Eigenkapitalbeschaffung der in globales Wachstum und Konzentration gezwungenen überlebenden Unternehmen, das dies aus eigener Finanzkraft nicht mehr darstellen können. Die politische Begleitmusik tendiert erneut mit multikultureller Gleichmacherei und Überbordwerfen überlebenswichtiger Traditionen ins bereitwillige linke Spektrum.

 
Sind Unternehmen erst einmal zur Börsenfinanzierung auf globalen Kapitalmärkten gezwungen, setzt für sie und die sie begleitenden Banken ein mörderischer Wettbewerb um immer höhere Renditen ein. Damit soll die Übernahme und anschließende Zerlegung durch andere Börsenteilnehmer vermieden werden. Unretable Liquidität rächt sich unmittelbar in sinkenden, eine Übernahme begünstigenden Böresenkursen und verhindert so den Einsatz liquider Mittel in grundsätzlich mit Anlaufverlusten versehenen Zukunftsinvestitionen oder zur Absicherung von Chancen auf nicht unmittelbar zum Kerngeschäft gehörigen Betätigungsfeldern. Dies geschieht auf Kosten der Zukunftsfähigkeit nicht nur der betroffenen Unternehemn sondern auch der von deren Erfolg abhängigen Gesellschaftsstrukturen. Der globale Kapitalmarkt zertört unablässig und unwiederbringlich die lebsnqualität des Zusammenhaltes gewachsener Werte gesellschaftlicher Kultur zugunsten eines kleinsten gemeinsamen Nenners nachten Überlebens.
 
Finanzinvestoren bereiten dabei ihre zerstörerischen Eroberungen durch zeitlich koordinierte Aufkäufe künstlich unterbewerteter Unternehmen am Aktien-Terminmarkt heimlich vor, um die Opfer anschließend mit Hilfe eigener , nicht börsennotierter Liquidität in einer Phase wertsteigernden Unternehmensaufbaus vom Zugriff der Börse fern zu halten und erst zum gegebene Zeitpunkt dort wieder gewinnbringend abzustoßen.

Im Ergebnis schaukeln sich Unternehmer und ihre finanzielle Nutznießer aus eigenem Überlebensinteresse in der Notwendigkeit zu immer ausufernderem Wachstum auf, dessen zwangsläufigen gesellschaftlichen Raubbau und Werteverlust sie zwar nicht billigen, aber billigend in Kauf nehmen. Ein fehlender Wertekonsens fördert mangelnde Einsicht in eigenes schuldhaftes Verhalten.

 
Im Staatenverbund gelten ähnliche Verhaltensweisen zur Kontrolle und Abschöpfung der mobilen Liqidität des globalen Kapitals durch dessen in Schach Halten mit militärischer Macht. Da diese ihreseits der Möglichkeit zur Abschöpfung von Liquidität bedarf, sind beispielsweise die Vereinigten Staaten gezwungen, die Rentabliltät des globalen Kapitals auf grenzenlosen Märkten durch Zugriff auf essentielle Faktoren der Wertschöpfungskette im Griff zu halten. Da auf globalen Mätkten das produktive Kapital zum Standort der billigsten Arbeitskosten wandert, ist beispielsweise ein Abwandern industrieller Arbeitsplätze nach China nicht zu vermeiden. Der Verlust deren Wertschöpfung im eigenen Einflußbereich läßt sich liquiditätsmäßig nur im Versuch eindämmen, billige Einkaufspreise durch Förderung der Konkurrenz der Chinesen beispielweise in Indien zu sichern bei möglichst langem Aufrechterhalten des eigenen Verkaufspreisniveaus durch finanzielle Kontrolle der importierenden Handelsketten. Parallel dazu ist das Bemühen zu sehen, die Energie Einstandskosten der heranwachsenden Industriegiganten liqiditätsabschöpfend kontrllieren zu können. Die derzeitigen Versuche, den Energiequellen Gürtel um China vom Sudan in Afrika über den Nahen Osten bis Kirgiesien und letztlich Rußland unter amerikanischen Einfluss zu bringen, sind beredte zeugen dieses Unterfangens.
 
Es gab weniger säkularisierte Zeiten als die unserige, in denen Wertvorstellungen durchaus anders gewichtet wurden : im mittelalterlichen christlichen Abendland galt es zwar als schicklich, etwas zu unternehmen, aber nur in dem Rahmen, in dem die moralische Instanz der Kirche es für die Gesellschaft für schicklich hielt.
 
Zinsgewinn an ausgeliehenem Geld war Christenmenschen im kanonischen Zinsverbot untersagt und wurde damit zu einer der Überlebensspezialisierungen für vom Christentum verfemte Juden. So waren es Juden, denen es damals überlassen blieb, Unternehmen und Staaten fehlendes Kapital zur Verfügung stellten und damit zu versuchen, in der Verfehmung der damaligen Gesellschaftsordnung zu überleben. Die wechselseitige Abhängigkeit von Unternehmenden und Finanzierenden bestand auch in diesen Zeiten, doch wurde die potenziell kontraproduktiv einsetzbare Macht der Finanzwelt durch deren gesellschaftliche Verfehmung in einer für Juden sicher nicht akzeptablen Form bewußt in Grenzen gehalten.
 
Mit der wachsenden Säkularisierung der christlichen Welt fielen deren mittelalterliche geistigen und wirtschaftlichen Wachstumshemmnisse unter gewaltigen gesellschaftlichen Umbruchkosten und öffneten parallel Chancen für Juden, sich ihrer von der herrschenden Obrigkeit auferlegten gesellschaftlichen Fesseln zu befreien. So verwundert es nicht, Juden bei allen großen revolutionären Bewegungen der Neuzeit an vorderster Front beim Umsturz von meist politisch rechter herrschender Verhältnisse anzutreffen.
Ihre im Überlebenskampf aufgezwungenen Finanzierungsfertigkeiten nahmen sie als Startkapital in die neu gewonnen Freiheit mit, verständlicherweise sorgsam darauf bedacht, damit nicht Unternehmungen und politische Richtungen zu stützen, die sie in die gerade abgeschüttelte Verfehmung zurückführen könnten.
 
Das jüdische politische Engagement im linken politischen Spektrum ist diesseits und jenseits des Atlantiks seit dem 19. Jahrhundert hinreichend bekannt und hat mit dem Erstarken der Vereinigten Staaten zur beherrschenden Weltmacht unter politisch linker Demokratischer Präsidentschaft seinen bisherigen Höhepunkt erreicht. Dies mit dem Paradox, sich nun seinerseits zur Absicherung errungener Macht Methoden zu bedienen, die man zuvor bei der politischen Rechten und speziell dem Nationalsozialismus als menschenverachtend verteufelt hatte.
 
Amerikanische Unternehmer haben diese Entwicklung mit großer Skepsis gesehen. So ist inzwischen bekannt, daß Adolf Hitler in der amerikanischen Großindustrie von Ford, IBM, General Motors bis hin zu Standard Oil von seiner Politik überzeugte Bewunderer hatte, die sein entschlossenes Eintreten gegen die finanziellen und politischen Fallstricke freien Unternehmertums schätzten. Sie unterstützten den Nationalsozialismus vor dem Kriege finanziell und während des Krieges materiell in der Hoffnung, einem von seinen Fesseln befreiten Unternehmertum weltweit zum Durchbruch zu verhelfen..Standard Oil versorgte das Dritte Reich auch während des Weltkrieges mit sonst nicht zu beziehenden, kriegswichtigen Additiven für Flugbenzin und Panzertreibstoffe und setzte Blockadebrecher ein, um die Deutsche U-Bootflotte im Atlantik aufzutanken oder über Spanien mit dem benötigten Treibstoff zu versorgen. Ford und General Motors überboten sich, um Hitlers Wunsch nach kriegswichtigen LKw´s für die Wehrmacht zu befriedigen. Es waren deren amerikanischen Führungskräfte in Deutschland, die hierfür zunächst Zwangsarbeiter und später KZ-Häftlinge anforderten. Mitarbeiter der IBM richteten mit vollem Wissen der amerikanischen Mutter die für die Effizienz der Hitlerischen Vernichtungsmachinerie entscheidende Datenverarbeitungsinfrastruktur bis hin nach Auschwitz ein.
 
Die Harriman - Walker Union Banking Corporation finazierte das Flick Industrie Imperium seit 1926. Die Harriman Fifteen Corporation mit George Walker, dem Großvater von Präsident George Bush Senior, als Präsidenten der Gesellschaft und Prescott Bush, dem Vater von Präsident George Bush Senior, sowie Averell Harriman, dem Sohn des wegen seiner fragwürdigen Geschäftsmethoden berüchtigten US- Eisenbahmagnaten Edward Henry Harriman, als deren einzige Direktoren, hielt ein Drittel der Anteile an den Vereinigten Schlesischen Stahlwerken mit Stahl-, Kohle- und Zink-Interessen in Polen, deren restliche Anteile bei Friedrich Flick lagen. Seit 1928 hatten Harriman und Walker einen kontrollierenden Einfluß über die Hamburg - Amerika Linie. Beraten durch ihre Anwälte Allen und John Foster Dulles benutzten Averell Harriman und Prescott Bush die Dienste der Deutschen Bankiers Familie Schroeder, die seinerseits die Finazierung der mit amerikanischen Waffen bewaffneten SA- und SS-Privatarmeen Adolf Hiteler´s organisierte und diesem damit gegen die Weimarer Republik an die Macht verhalf. Die Waffen stammten aus den Remington Arms Fabriken des jüdischen Geschäftsmannes Samuel Pryor, der gleichfalls Gründungs Direktor der Union Banking Corporation und der American Ship and Commerce Corporation von Harriman und Walker war. Gelder der Hamburg- Amerika Linie waren maßgeblich an der Finazierung von Propaganda Aktionen gegen das angestrebte Verbot von Hitler´s Privatarmeen in der Weimarer Republik beteiligt. Unter Vermittlung des jüdischen Bankiers Warburg kam es im September 1933 zur Fusion der Hamburg Amerika Linie mit dem Norddeutschen Lloyd zur Hapag Lloyd. Ebenfalls 1933 übernahm die Harriman International Co die Koordination des Handels des Dritten Reiches mit den USA in Verhandlungen zwischen John Foster Dulles und Hjalmar Schacht, unter begleitender Beratung der Bankiers Schroeder und Warburg.
 
Die gemeinsamen deutsch - amerikanischen Industrie- und Wirtschafts- Interessen blieben selbst vom Ausbruch des 2. Weltkriegs unbeinflußt. Zuvor war der Versuch Adolf Hitler´s, durch Hjalmar Schacht 1938 in London eine Verhandlungslösung der friedlichen Auswanderung der deutschen Juden unter Wahrung ihrer Vermögen zu erreichen, am Widerstand des amerikanischen organisierten Judentums gescheitert. Erst das robuste Eingreifen von Präsident Roosevelt nach dem amerikanischen Kriegseintritt, unterstützt von seinem engsten Berater Morgenthau, bewirkte, daß sich die Hitler unterstützenden amerikanischen Großindustriellen und beteigten Bankiers gegen innere Überzeugung “patriotischer Pflichterfüllung" stellten.
 
Einen Adolf Hitler und einen Henry Ford verbanden nicht nur abgrundtiefer Antisemitismus und Verachtung demokratisch legitimierter Gewerkschaften, sondern sie empfanden wechselseitige Hochachtung vor kongenialen Fähigkeiten, Massen in disziplinierten Veränderungsprozessen zu organisieren. Das setzte die unbedingte und widerspruchslose Anerkennung des Führerprinzips von Befehl und Gehorsam voraus, im Amerikanischen freundlich mit Hire and Fire umschrieben.
 
Der Nationalsozialismus gründete seine Faszination und Triumphe auf einen brillianten Umgang mit der Effizienz industrieller Massenorganisation und deren Umsetzung im politischen und militärischen Bereich. Sein Verbrechen lag in der gewaltsamen Bekämpfung anderer Gesinnung bis hin zu deren physischer Vernichtung im Rassenwahn. Sein grandioser Untergang war zwangsläufige Folge mangelnder Effektivität, dem Unvermögen, einer unrealistischen Zielsetzung die zur Zielerreichung erforderlichen Mittel zur Verfügung zu stellen.
Den demokratischen Gegenspielern Adolf Hitlers mangelte es an dessen Effizienz, dafür bewiesen sie nicht zuletzt wegen einer tatkräftigen Unterstützung durch das internationale Finanzjudentum ihre überlegene Effektivität.
 
Der linkslastige Gegenpendelschlag einer Politik zur Eindämmung realer oder befürchteter Auswüchse eines von seinen Fesseln befreiten autoritären Unternehmertums hat seinerseits keine dauerhafte gesellschaftliche Besserung zum Guten gebracht. Der weiter schwelende Konflikt zwischen erforderlicher Effizienz in der Wirtschaft und erhoffter Effektivität bei der Umsetzung politischer Ziele vergeudet unwiederbringlich geistige, kulturelle und materielle Ressourcen auf dem kleinsten gemeinsamen Nenner forcierten Wachstums, das seinerseits durch Raubbau unsere Existenzgrundlagen gefährdet.
 
Die zur Mobilisierung der jeweiligen Anhängerschaft vorgetragene Unterscheidung in gute Opfer und böse Täter trägt in einer Welt nicht mehr, wo es zu erkennen gilt, daß uns der alle einbeziehende Überlebenskampf in jedem Handeln wechselseitig sowohl zu Opfern als auch zu Tätern macht. Neu ist diese auch sprichwörtlich belegte Erkenntnis nicht: " Was Du nicht willst, was Dir man tu, das füg auch keinem Anderen zu. " , die Emanuel Kant mit seinem Kategorischen Imperativ zu einer Philosophie des Weltfriedens ummünzte.
 
Ein gesichertes Überleben aller setzt die Versöhnung von Effizienz und Effektivität voraus. Effizienz ist erforderlich, um knappe Mittel gut einzusetzen. Effektivität stellt sicher, daß die Mittel im Sinne der Erreichbarkeit einer Zielsetzung sinnvoll eingesetzt werden. Effiziente Effektivität sichert Zielerreichung mit dem geringsten Mitteleinsatz.
 
Wenn Zielsetzungen und deren Mittelzuordnung in einem freiheitlich kontrollierten Verfahren gerecht erfolgen, kann der Mitteleinsatz den Regeln der Effizienz überlassen bleiben. Adolf Hitler und Henry Ford scheiterten nicht an der Effizienz ihrer jeweiligen Diktatur, sondern daran, daß sie Menschen zusätzlich ihre Ziele vorgeben wollten : “Any color as long as it is black“ oder “Für alle, solange es sich um Arier handelt“ sind eben nicht nach Jedermanns Geschmack und hatte im Falle Hitlers katastropahal tödliche Folgen.
 
Es ist an der Zeit, uns um einen weltweiten Konsens für das Existenzrecht aller zu bemühen, verbunden mit der Einsetzung einer Autorität, die allein befugt und in der Lage ist, gegen Mittelverwendungen einzuschreiten, die diesen Konsens gefährden.
 
Das heutige Verfahren, westliche Spielregeln anerkennenden Unternehmern und ihren Finanzierern allein nach den Gesetzen eines in seiner Profitabilität manipulierbaren globalen Marktes freie Hand zu jeglicher Veränderung unserer gesellschaftlichen Verhältnisse zu gewähren, führt zu nicht mehr akzeptabler seelischer, kultureller und materieller Verelendung immer größerer Teile der Welt bei paralleler Konzentration wirtschaftlicher und militärischer Macht zur Absicherung des Überflusses einer egozentrischen Machtelite.
 
Ausbeutung ist nicht mehr nur Umverteilung nach oben sondern hat mit ihrer Globalisierung ein Maß von zwischenmenschlichen und materiellen Folgeschäden erreicht, das ebenso wie die zur Verteidigung der globalen Ausbeutung vorgehaltenen Massenvernichtungswaffen für die gesamte Menschheit existenzbedrohend geworden ist.
 
Wir täten gut daran, uns alle rechtzeitig mahnend das Alte Testament in Erinnerung rufen, dem zu entnehmen ist, daß dem ersten Tanz ums Goldene Kalb gottgewollt der erste Holocaust auf dem Fuße folgte. Die Dimension des heraufziehenden globalen letzten Holocaust wird jegliche Unterscheidung in Täter und Opfer überflüssig machen
 
 
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