Das Reich der Deutschen - Eine historische Perspektive

Aus dem deutschsprachigen Teil des Reiches Karls des Großen entstanden, empfand sich das Heilige Römische Reich Deutscher Nation als weltlicher Gegenpol zum geistlichen Führungsanspruch des Vatikans. Durch die konservative Revolution Martin Luthers kirchlich und politisch gespalten wurde es zum Spielball rivalisierender europäischer Mächte. Es zerfiel in politische Kleinstatterei und blühte in deren Vielfalt geistig auf. Im traditionellen christlichen Selbstverständnis bekannte es sich weiter zur religiös begründeten staatlichen Verfolgung von Juden, die als Christus feindlich empfundenen wurden. Das Kreuz des Gekreuzigten, aus dem sich das Christentum seit Anbeginn ein weltweites Fanal der Überlegenheit des eigenen Herrschaftsanspruches geschaffen hatte, blieb für das abendländische Selbstverständnis des Reiches verbindlich.

Mit dem Aufstieg Preussens war es in preußische und österreichische Interessengebiete zerfallen. In den napoleonischen Befreiungskriegen strebte seine Bevölkerung eine großdeutsche demokratische Lösung an, die mit restaurativen Interessen der europäischen Mächte in Konflikt stand. Zur Vermeidung eines erneuten großen europäischen Krieges begnügte sich Bismarck mit einer deutschen Kleinlösung in Form des zweiten Deutschen Kaiserreiches.

Dessen nationaler Gleichberechtigungsanspruch in einer sich industrialisierenden westlichen Welt kolonialer Ausbeutung scheiterte in der Niederlage des Ersten Weltkrieges. Die brachte die Abschaffung des kaiserlichen Deutschen Reiches sowie die Gründung einer gebiets- und bevölkerungsamputuierten Weimarer Republik. In ihr spiegelte nach dem parlamentarischen Verfassungsvorbild der westlichen Siegermächte die Vormacht des Großbürgertums eines mit der industriellen Revolution auf Kosten des Landadels in die Rolle der Ausbeuter gelangten, meist jüdischen Geldadels.

Adolf Hitler führte die Deutschen aus der ungerechtfertigt erlittenen Schmach und Ohnmacht des Versailler Sieger Diktates, das die Zerschlagung des deutschen, österreich-ungarischen und osmanischen Reiches besiegelt hatte. Ihm glückte die faktische Revision des Versailler Vertrages und seiner Neuziehung der Grenzen von 1914, mit der die Weimarer Republik als Foge der rachsüchtigen Überheblichkeit der Siegermächte gescheitert war, in der Rückführung von Saar-, Rhein-, und Memelland. Sie nahm mit der Befreiung völkerrechtswidrig unterdrückter Sudetendeutscher in Böhmen und Mähren ihren Fortgang. Preußische und österreichische Teilgebiete wurden im Großdeutschen Reich zusammengefaßt. Den zu erwartenden erbitterten Widerstand der Anreinermächte, den Bismarck noch im Erhalt des europäischen Gleichgewichtes zu vermeiden trachtete, nahm Hitler, die kommende Auseinandersetzung militärisch vorbereitend, in Kauf. Die deutschen Träume der napoleonischen Befreiungskriege sollten in einem weiteren großen vaterländischen Krieg in der vollständigen Wiedervereinigung des Reiches Wirklichkeit werden. Die beabschtigte Korrektur polnischer Gebietsansprüche am ehemaligen deutschen Reich führte schließlich in den 2. Weltkrieg.

Eine industrialisierte Moderne der im westlichen Parlamentarismus organisierten ausbeuterischen Klassengesellschaft des Geldadels, die völkerfeindlich Freiheit zu kolonialiserten Freizügigkeit globalen Handels und Konsums und Geist und Kunst zu Entartung verkommen ließ, stand unversöhnlich der technisierten Moderne einer im Einparteienstaat sozialgerecht und klassenlos organisierten Volks- und Leistungsgemeinschaft gegenüber, die angetreten war, zum Zukunftmodell überlebensfähiger Völker zu werden. Ein gnadenloser Kampf vereinzelnder Ausbeutung gegen gemeinschaftlichen Zusammenhalt hatte begonnen.

Hitler kämpfte gegen die global ausgerichteten Hegemonieansprüche des von ihm als seelenlos gebrandmarkten Materialismus bolschewistischer und kapitalistischer Prägung. Der pragmatische Individualismus einer säkularen Pursuit of Happiness wurde zum Tabu erklärt. Er fand damit während des Dritten Reiches beim deutschen Volk als messianisch verehrter Sendbote eines nationalen Sozialismus breite Unterstützung. Wie der Historiker Götz Aly in seinen Ausführungen zur ungeheuren sozialen Mobilisierung in Hitlers Volksstaat feststellte, gab es im Deutschland des 20. Jahrhunderts nie eine größere Übereinstimmung zwischen Volk und Führung als in den 12 Jahren nationalsozialistischer Herrschaft. Führung und Geführte lebten in dem erhebenden Glück, sich gefunden zuhaben. Innere und äußere Feinde dieses kollektiven Glückes wurden rücksichtslos bis in deren Vernichtung verfolgt. Soziale Gerechtigkeit und Überwindung der Klassenschranken in der Volksgemeinschaft wurde vom Nationalsozialismus auf Kosten brutal und mörderisch zu Sklaven unterdrückter Dritter finanziert und erkauft. Die Menschenpflicht zum Wir war vom Nationalsozialismus durch eine rassistisch ausgrenzende Definition des Wir korrumpiert worden. Sein patriotischer Sündenfall lag nicht in Abgrenzung sondern in mörderischer Ausgrenzung.,

Im von gegenseitigem Mißtrauen geprägten Kampf von Juden und Nicht - Juden um nationale und internationale Vorherrschaft fand Hitler zunächst beim Kleinbürgertum Unterstützung. Als Folge des politisch motivierten Reparationsdruckes der Siegermächte war das Kleinbürgertum in der Weimarer Republik wirtschaftlich unter die Räder geraten. Unterstützung kam aber auch von Großindustriellen wie Fritz Thyssen, die vom Nationalsozialismus überzeugt waren. Fritz Thyssen brachte 1939 seine verzweifelte Enttäuschung über den Vertrauensbruch, den Hitler mit seinem Kriegseintritt begann, schriftlich zum Ausdruck. Er mußte das im KZ verbüssen und wurde trotzdem nach dem Kriege als Kriegsvervrecher verurteilt.

Die nordamerikanische Hochfinanz hatte sich 1929 aus der untragbar gewordenen Finanzierung des als Folge des ersten Weltkrieges bankrotten britischen Weltreiches zurückgezogen und löste damit eine weltweite Weltwirtschaftskrise aus. Diese wirkte in Europa unbeabsichtigt als zusätzlicher Brandbeschleuniger für den Aufstieg von nach Autarkie strebenden nationalistischen Bewegungen. Obwohl diese wachsenden jüdischen Einfluß zurückdrängen wollten, hinderte das das New Yorker jüdische Großkapital nicht, Hitlers Aufstieg in der Weimarer Republik finaziell und mit Waffenlieferungen an seine Privatarmeen SA und SS zu fördern.

Zwischenzeitlich nahmen jüdische antideutsche Bestrebungen immer radikalere Formen an. Albert Einstein, genialer Physiker und Massenidol, hatte als notorischer jüdischer Deutschenhasser schon in den frühen Zwanziger Jahren Deutsche als blonde Bestien und Deutschland als Barbarien diffamiert. Seinem Widerpart Hitler stand er in Genialität und bindungsloser Menschenverachtung nicht nach. Beide verharrten stets im kindlichen " Ich will ", statt über die Reife des " Ich kann" des Erwachsenen zum " Ich darf " des Alters zu finden. Hitler´s Antisemitismus hinderte ihn nicht, 1933 nach dem Machtantritt eingegangene wechselseitige Geschäftsbeziehungen mit Juden bis weit in den 2. Weltkrieg aufrecht zu erhalten. Einstein hatte nach seiner freiwilligen Emigration im Jahre 1933 Präsident Roosevelt schon im August 1939 in einem Menorandum zur Entwicklung atomarer Massenvernichtung aufgefordert. Erst 1941 erzwang der auch von anderen einflußreichen amerikanischen Juden energisch befürwortete und betriebene Kriegseintritt Roosevelts auf beiden Seiten einen Abbruch der bis zu diesem Zeitpunkt für beide Seiten erfolgreichen Geschäftsbeziehungen. Denen zuliebe hatte Hitler 1938 über seinen Finanzminister Hjalmar Schacht in London einen letzten vergeblichen Versuch unternommen, eine friedliche Lösung der Judenfrage unter Kompensation jüdischer Vermögen bei Auswanderung aus Deutschland zu verhandeln.

Der ab 1942 als Reaktion einsetzende Holocaust war logische Folge eines endgültigen Bruches des Nationalsozialismus mit einer Zivilisation des die Existenzgrundlagen der Welt ausbeutenden materialistischen Habens zu Gunsten der illusorischenSchaffung eines Reiches des menschlichen Seins. Die nationalsozialistische Heilslehre übersteigerte ihren Kampf gegen die als Weltbedrohung empfundene materialistische Entartung jüdischen Geistes ins Ungeheuerliche eines rücksichtslos vernichtenden, verbrecherischen Völkermordes.

Die von der nationalsozialistischen Heilslehre bekämpften Ideologen des materialistischen Atheismus ließen dies trotz eigener militärischer Luftüberlegenheit ungehindert geschehen. Im Unterlassen des Verhinderns setzten sie so ihrem eigenen Herrschaftsanspruch mit der vom Todfeind geschaffenen Oferstätte Auschwitz ein dem christlichen Opferkreuz entsprechendes Fanal eigener Unbezwingbarkeit.

Ihreseits trieben sie die Drohgebärden industriell pervertierter Menschenverachtung mit systematisch angelegten Feuerstürmen des Bombenterrors gegen die Zivilbevölkerung bis hin zur monströsen Machtdemonstration atomarer Vernichtung in Hiroshima und Nagasaki neuen, ungeahnten Höhen zu. Die barbarische Unmenschlichkeit einer gezielten Vernichtung durch Zyklon B fand ihre Steigerung in der terroristischen Drohung mit wahlloser nuklearer Massenauslöschung von todeswürdigen Gegnern, die man je nach Interessenlage als Achse des Bösen dazu abstempeln konnte. Der Ungeist postnataler Selektionen unerwünschten Lebens an der Rampe von Auschwitz lebte in prenatalen Selektionen im Reagenzglas der heutigen Moderne unbekümmert fort.

Hitlers ausgreifender, mit unmenschlichen Methoden durchgesetzter revisionärer Machtwille führte im Zweiten Weltkrieg als Folge der Überschätzung seiner Möglichkeiten in die totale Niederlage, die die Deutschen als Strafe für antisemitischen Machtanspruch und völkerrechtswidrige tödliche Bedrohung ihrer Nachbarn für immer entmachten sollte. Die Siegermächte amputierten das geschlagene und entrechtete Dritte Deutsche Reich unter brutaler Vertreibung von vierzehn Millionen Deutschen im Osten. In den abgetrennten Ostgebieten siedelten sie 1,5 Millionen Polen an, die ihrerseits im von Rußland annektierten Ostpolen ihre Heimat verloren hatten. Der verbliebene Rest wurde in vier Besatzungszonen aufgeteilt. Entnazifizierung, Demokratisierung, Entmilitarisierung und Dezentralisierung sollten dem deutschen Volk für immer die Fähigkeit zur Revision seiner demütigend ungerechten Geschichte nehmen. Die besiegten Deutschen ihrerseits verdrängten im persönlichen Kampf ums schiere Überleben Volk und Vaterland ebenso wie religiöse und kulturelle Tradition und gaben sich im Hier und Heute der Niederlage opportunistisch egozentrischem Materialismus hin.

Nach ihrem Sieg zerfiel die Anti-Hitler Allianz. Das kleine Rest - Österreich konnte neutral gehalten werden. In Deutschland begannen die West - Allierten, ihre Besatzungszonen in einen gegen die Sowjetunion gerichteten Frontstaat zu verschmelzen. Das hatte als Gegereaktion die Blockade West-Berlins und die Bildung der DDR zur Folge.

Als Basis des westlichen Frontstaates gaben die West - Aliierten ausgewählten deutschen Repräsentanten ohne braune Vergangenheit die Skizze eines demokratischen Verfassungsentwurfs ohne Volkssouveränität vor, der die Deutschen und die Welt vor zukünftiger Machtentfaltung der Deutschen bewahren sollte. Die mit der Ausarbeitung beauftragten Repräsentanten standen vor dem Dilemma, die einem Friedensvertrag vorbehaltene endgültige staatliche Gestaltung des in der Nierderlage zerstückelten Landes nicht mit einer von den westlichen Siegern übergestülpten Verfassung für einen künstlichen Rumpfstaat vorzuschattieren. So schufen sie in Form des Grundgesetzes statt einer Westzonen - Staatsverfassung ein zeitlich bis zur eventuellen Wiedervereinigung begrenzt gedachtes Verfassungs - Provisorium. Dieses sollte das demokratische Regelwerk in der Zwischenzeit vor radikalen Auswüchse sichern, indem es in einer repräsentativen föderalen Demokratie die direkten Einwirkungsmöglichkeiten des Volkes massiv beschnitt und statt einer Volksgemeinschaft das Individuum in seinen Grundrechten schützte, losgelöst von seiner jeweiligen deutschen, jüdischen oder sonstigen Volkszugehörigkeit. Die Grundrechte des Einzelnen waren nicht mehr aus einer Verfassung der Deutschen abgeleitet definiert, sondern die den Westdeutschen als Provisorium vorgegebene Verfassung zielte darauf ab, unabänderliche, als originär unterstellte Menschenrechte als Grundrechte auf Individualität zu schützen. Während das Grundgestz das Menchenrecht auf Individualität unter Verfassungsschutz stellte, fand die das Gemeinwesen begründende Menschenpflicht zum Wir keine Berücksichtigung. Ein starker deutscher Staat war damals nicht gewollt und mit der pervertierten Überbetonung eines ausgrenzenden Wir im Nationalsozialismus hatte man seine verständlichen Probleme. Die unausgewogene Definition von Rechten und Pflichten des Einzelnen im Grundgesetz legte den frühen Keim für den späteren Niedergang der Bundesrepublik.

Die Deutschen in Ost und West waren zu jeweiligen Verbündeten ihrer Schuzmächte und zum potentiellem Kanonenfutter für befürchtete konventionelle oder atomare Angriffe des jeweils gegnerischen Lagers geworden. Jüdische Ressentiments gegen sie wurden zeitweilig hintan gestellt und man gestand ihnen den Status von fest in das jeweilige Bündnissystem eingebundenen Satellitenstaaten zu.

Der westliche Satellitenstaat verpflichtete sich im Gegenzug zum Teilverzicht der westlichen Aliierten auf ihre im Sieg erlangten Kontrollrechte vertraglich bindend auch für den Fall einer damals unwahrscheinlichen Wiedervereinigung zur Aufrechterhaltung der die eigenen Souveränität beschneidenden Westintegration.

Im westlichen Teilstaat erwachte unter weitsichtiger Führung Adenauers die gescheiterte Weimarer-Republik als gewollt judenfreundliche Bundesrepublik mit bewußter separatistischer Ausrichtung auf den Westen und sorgfältig gestutzter Souveränität zu neuem Leben. Adenauers schlitzohriger und im Grunde fauler Kompromiss mit dem Staatsgründer Israels Ben Gurion "Jüdisches Überleben für deutsches Überleben" übertünchte bei wachsendem Wohlstand den zuvor tödlichen Gegensatz zwischen jüdischer Übersteigerung individuellen Anspruchsdenkens und patriotisch übersteigertem deutschem Gemeinschaftspflichtgefühl.

Trotz beachtlicher wirtschaftlicher Erfolge blieb der Bonner Republik wie ihrer Weimarar Vorgängerin die von Begeisterung getragene emotionale Bindung des Deutschen Volkes versagt, aus der das Dritte Reich seine so enorme Kraft entfaltet hatte. Seit der deutschen Niederlage im Jahre 1945 ist es im Rahmen der Demokratisierung und Judifizierung des politischen und öffentlichen Lebens im Rumpfstaat Bundesrepublik Deutschland als Volk aus Sorge vor einem Wiederaufstieg durch repressive Verunglimpfung faktisch mundtot gemacht worden. Zu seiner gezielten Entmündigung wurde ihm ein repräsentativer und föderaler Parteienstaat aufgezwungenen.

Die im individualistischen Grundgesetz westlichen Demokratien nachempfundene, in der friedlichen Einbindung der Deutschen im Westen bewährte Bundesrepublik wurde nach dem aus dem Zerfall der Sowjetunion herrührenden “Betriebsunfall“ der Wiedervereinigung als Sicherungsmodell gegen Eskapaden des wiedervereinigten Deutschen Volkes beibehalten. Erneut verwehrte man dem deutschen Volk, in einem Verfassungsakt entweder das aufgestülpte Grundgesetz zu bestätigen oder sich eine neue, neben Individualrechten stärker auf die Belange des Gemeinwesens ausgerichtete Verfassung zu geben. Ein weiterer folgenschwerer Preis der Wiedervereinigung bestand mit Einführung des Euro in nun auch wirtschaftlich beschnittener Souveränität und formalem Verzicht auf den dem deutschen Reich von den Siegermächten entrissenen kulturträchtigen deutschen Osten.

Wiedererwachte jüdische Bedenken gegen ein erstarktes, nicht mehr im Ost - West Konflikt gespaltenes und mit diesem zu disziplinierendes Deutschland wurden Anlaß für Bemühungen, eventuelle eigenständige deutsche politische Machtentfaltung durch Internationalisierung seiner Wirtschaftsstrukturen, Aufbrechen seiner eigenständigen Währungs- und Kapitalbasis, Umwandlung der Bundesrepublik in einen deutschen Einfluß relativierenden Vielvölkerstaat sowie durch stärkere Einbindung deutscher Militär- und Geheimdienstaktivitäten in westliche Kontrollstrukturen im Keim zu ersticken.

Wohin nun entwickelt sich das Reich der Deutschen, das das kontinentale Europa im gesamten letzten Jahrtausend in seinen Höhen und Tiefen entscheidend prägte und trotz entgegengesetzter Tendenzen auch für das angebrochene Jahrtausend prägend sein wird, nachdem sich , wie Alfed Neven Du Mont feststellt, in Europa zwar die Demokratie durchsetzte, sich jedoch die überlieferten Bande - Familie, Staat, Kirche - in Auflösung befinden und im Ringen zwischen gemeinschaftsbildenden Kräften der Nächstenliebe und dem zerstörerischen Drang nach Herrschaft einzelner Personen, Klassen oder Rassen ausfallen ?

Als traditionsreiche Kulturnation wird es die Fesseln einer den Siegermächten willfährigen Vasallen-Publizistik der Nachkriegszeit abstreifen und einer Welt, die den fatalen Folgen des Raubbaus durch Ausbeutung und Raffgier überdrüssig ist, behilflich sein, die gleichgeschaltete Oberflächlichkeit, geistige Tristesse und Sebstzerstörung einer Zivilisation der zügellosen Profitgier zu überwinden.

Es gilt, Erhaltenswertes zu bewahren statt um jeden Preis zu reformieren. Die alten Werte Sparsamkeit, Bescheidenheit, und Gemeinsinn vertragen sich nicht mit radikalem globalem Kapitalismus, man kann nicht gleichzeitig gottesfürchtig und marktgläubig sein. Es geht nicht, Familie und Arbeitsmarktflexibilität gleichzeitig zu leben. Dynamische Effektivität der Wirtschaft bringt nichts als Chaos, wenn sie in Rücksichtslosigkeit und Zerstörung endet. Wir können das, was wir heute müssen, in Zukunft nicht länger wollen.

Die staatlichen Strukturen des Reichs der Deutschen waren stets durch variable Anpassung an das jeweilige Umfeld geprägt. Sie werden sich auch in Zukunft in den Spielräumen entwickeln, die die Geschichte einem konstruktiven Beitrag und Wirken deutschen Geistes und Einfallsreichtums einräumen mag. Die von der östlichen Siegermacht geschaffene DDR ist 1989 untergegengen, die von den westlichen Siegermächten geschaffene BRD hat ihren absehbaren Schiffbruch noch vor sich. Der ihr von den westlichen Siegermächten verfassungsgemäß aufgezwungene Geburtsmakel individualistischer Deutschenfeindlichkeit läßt sie unaufhaltbar siechen.

Die während des Dritten Reiches vom Zusammenhalt des Volkes geprägten Funktionseliten in Wirtschaft, Verwaltung und Justitz hatten auf dem Hintergrund eines ungeheueren Nachholbedarfs nach Zusammenbruch und Vertreibung das Wirtschaftswunder in einem zerstörten Land ermöglicht. Der in seinem ausgeprägten Individualismus sowohl volks- wie gemeinschaftsfeindliche, vom Grundgesetz von Pflichten auf Rechte gepolte Geist einer demokratisch nachwachsenden, aufbegehrenden 68er Generation leitete unbewußt den Niedergang des Landes ein.

Ohne den inneren Zusammenhalt einer gelebten Gemeinschaft sieht Deutschland sich einem aufstrebenden Europa der Vaterländer ausgesetzt, die an einem Aufgehen ihrer Identität in einem integrierten Europa nicht interessiert sind. Wo Individualismus überbetont wird, ist Egozentrik nicht weit und macht Soloidarität zur leeren Worthülse. Ausnehmende Leistungsempfänger lachen sich ins Fäustchen, während ausgenommene Leistungsträger sich schwarz ärgern und ihr Heil in Leistungsverweigerung oder Leitungsentzug vor gemeinschaftlichem Zugriff suchen.

Das in sich zerrisenen und aus Teilstücken zusammengeflickte Land wird erst dann wieder seine alte von den Völkern Europas erhoffte und zugedachte Kraft finden, wenn es sich von seinen gemeinschaftsfeindlichen Fesseln und Knebelungen aus den Zeiten der bedingungslosen Niederlage befreit hat.

Ein Deutschland ohne oder gegen die Deutschen wird es nicht geben können. Die Deutschen werden nicht in alle Zukunft wie zu Zeiten ihrer totalen Ohnmacht oder östlicher Bedrohung auf religiöse und kulturelle Tradition, auf Volk und Vaterland und damit ihren inneren Zusammenhalt verzichten wollen. Die Lehren ihrer dramatischen Niederlage haben sie gleichfalls darin bestärkt, nie wieder zum eigenen Nutzen gewaltsam gegen das Zusammengehörigkeitsgefühl anderer Völker vorzugehen.

Geistige jüdische Genialität hat sich schon immer auf deutschem Boden in deutscher Kongenialität ergänzt, deutschem und jüdischem Krämergeist wird es nicht gelingen, diesen schöpferischen Zusammenklang zu entzweien. Jüdischen Ungeist wird in Palästina ebenso wie im Rest der Welt das Schicksal deutschen Ungeistes ereilen : Menschenverachtendes tödliches Vorherrschaftsstreben ist unter jedem Vorzeichen verbrecherisch und auf Dauer zum Scheitern verurteilt.

Aus dem damaligen Kompromiß “Jüdisches Überleben für deutsches Überleben“ Adenauers mit Ben Gurion wird die Realität jüdischen und deutschen Lebens in einer gemeinsamen Welt der Völker unserer Erde erwachsen. Das Grundgesetz schützt in seinen Menschenrechten Nicht-Juden und Juden in gleicher Weise. Es muß durch die Menschenpflicht zum Wir ergänzt werden, um allen in Deutschland lebenden Volksangemeinschaften und damit auch der deutschen Mehrheit den ungehinderten Bezug zum Wir ihrer eigenen Absatmmung zu ermöglichen. Erst dadurch werden sie aus freien Stücken bereit sein, ein Wir ohne Ausgrenzung zwischen den unterschiedlichen Volksangehörigen in den gemeinsamen Gemeinwesen Land, Kontinent und Welt zu akzeptieren. Wir sollten es nicht Radikalen überlassen, die faktische Ausgrenzung des Deutschen Volkes im eigen Land zu korrigieren, die durch nachvollziehbare Überbetonung von Individualrechten zum Schutz vor einem im Nationasozialismus pervertierten Gemeinsinn mit dem Grundgesetz zementiert wurde. Gegenseitige Anerkennung der Völker ohne Ausgrenzung ist der Schlüssel zum Frieden.

Die europäischen Völker dürften nicht gewillt sein, die Wahrung ihres eigenen Selbstverständnisses einer supranationalen Integration zu opfern, die ihre historische Rechtfertigung einzig aus dem Paradox der Bändigung der inzwischen friedfertig gewordenen Deutschen bezieht.

Das dazu bemühte Konzept der postnationalen Demokratie auf grenzenlosen Märkten erweist sich angesichts des selbstherrlichen Unilateralismus anglosemitischer Politik zunehmend als existenzbedrohende Illusion für die betroffenen Völker. Sie sehen sich durch ausbeutende Befreiung und Demokratisierung ihrer Freiheit, nationalen Reichtümer und Kulturen beraubt.

Das militärisch über seine wirtschaftlichen Verhältnisse überengagierte ehemalige britische Welthandelsreich war nach dem 1. Weltkrieg in seiner weltwirtschaftlichen Infrastuktur durch nordamerikanisches Kapital solange parasitär am Leben erhalten worden, bis man es nicht länger finanzieren und seine Konkursmasse als Folge der Weltwirtschaftskrise selber beerben konnte.

Ähnlich befindet sich heute das anglosemitische Nachfolgereich nordamerikanischer Prägung durch miltärisches Überengagement ohne ausreichende eigene Wirtschatskraft in einer Überschuldungskrise. Die wird diesmal zu Gunsten aufsteigender Machtblöcke in Asien in einem Zusammenbruch der Weltwirtschaft enden, sobald die Gläubiger endgültig das Vertrauen in die weitere militärische Verteidigungsfähigkeit einer von Nordamerika dominierten globalen Wirtschaftsinfrastuktur verlieren und diese dann ihrerseits im Konkurs beerben.

Die Vielfältigkeit der Interessen in der sich massiv erweiternden Europäischen Union wird im kommenden Europa der Vaterländer auch dem Deutschen Volk zur Selbstverständlichkeit einer gleichberechtigten Souveränität verhelfen. Sie bildet den geistigen, wirtschaftlichen und politischen Kristallisationspunkt eines erneuerten, über nationalstaatliche Grenzziehungen hinaus wirkenden Reiches der Deutschen, das sich, den Grundsätzen des gerechten Rechtsstaat verpflichtet, im Verbund mit den Völkern des europäischen Kontinents als Gegenkonzept zu unilateraler Machtkonzentration friedlich in ein weltoffenes, das angebrochene Jahrtausend nachhaltig prägendes Europa nach dem Vorbild eines Karls des Großen einfügt. Das heraufziehende Europa der Völker bricht nicht mit deren Traditionen, sondern gestattet ihnen, in einem grenzenlosen Europadie die geschichtliche Heimat aller europüischer Völker zu finden, die einer gemeinsamen europäischen Zukunft den Boden bereitet.

Heilsbotschaften, die im Erinnerungskult von Kreuz, Ausschwitz oder Halbmond ihren Anhängern paradiesische Zustände verkünden, um unweigerlich in unheilvollen irdischen Katastrophen des Bösen zu enden, wird dieses Reich ein in der Gemeinschaftswurzel der Familie bewährtes, menschliches Füreinander der Völker entgegensetzen, das Macht um der Macht willen als Wurzel alles Bösen den Boden streitig macht.

Höchste Freiheit bedeutet innere Anerkennung der göttlichen Gesetze für ein harmonisches Leben, die den zerstörerischen Verirrungen von Seele, Geist und Körper, die im Mittelalter zu gewalttätigem Seelenterror, in der Aufklärung zu Ideologien geistiger Vernichtungsfeldzüge und in der Neuzeit zu Gewaltexzessen materialistischer Egozentrtik führten, wirksame Grenzziehungen praktizierter Nächstenliebe entgegensetzt.

 
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